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Hüseyin Çelebi PDF Drucken

ImageDas Leben von Hüseyin Celebi       
 
 
Derin bir sessizlik kaplamis her tarafi
Bir karinca vizilitisi yariyor bu sukuneti'
Bir de nefes alip verisin

Serin hava vücudunu dinc tutar
Safak ha söktü ha sökecek

 Son bir defa yoldasina bakarsin
Elleriniz bulusur
Sonra silahina sarilirsin simsiki
Tetige gider parmagin 

Karsindaki düsman mevzisi
Gelecek anin bilincisiz sessizligi icinde 

Birazdan sessizlik yarilacak
Aydin bir gelecegin gürültüsü kopacak

 

Mit dem oben im Gedicht aufgeführten Satz "Aydin bir gelecegin... (Die aufgeklärte Zukunft...)" kann am präzisesten die Beteiligung von unserem Ehrenvorsitzenden und Genossen Hüseyin am Freiheitskampf beschrieben werden. Die erste Bedingung für die aufgeklärte Zukunft ist die Befreiung des Landes, auch wenn viele Leiden erlebt werden, wie es der Genosse Hüseyin zur Sprache bringt. Zur Erreichung dieses Zieles will er am Befreiungskampf Kurdistans teilnehmen.

 

Er möchte bei der Schaffung einer lebenswerten und freien Zukunft seinen Platz einnehmen. Und der Befreiungskampf stellt eine Handlung und eine Methode dar, um diese Ziele zu erlangen. Natürlich ist diese Handlung im Leben mit größten Entschlossenheit und Wissen zu realisieren.

Hüseyin wurde fern von seiner Heimat 1967 in einem Land, in Deutschland-Hamburg, geboren. Die Jahre als Kind und Jugendlicher verbrachte er immer weit weg von seinem Heimatland. Wegen den patriotischen Familienverhältnissen beteiligte er sich schon in frühen Jahren an Demonstrationen zu Kurdistan.

 

Das hatte dazu beigetragen, daß er sich von der Realität seines Volkes nicht entfernte. Noch in jugendlichen Jahren, besonders durch die Aktionen des 15. August von 1984, begann er mit schon mit praktischer politischer Aktivität. Er gab sich Mühe, den Befreiungskampf seinen Freundeskreisen näher zu bringen. Er hielt sich nicht zurück, die Gegenkräfte unter jeder Bedingung an den Pranger zu stellen und zu isolieren.

 

Nach Beendigung der schulischen Ausbildung 1986 und einem halbjährigen Studium in Düsseldorf bindete er sich ganz an sein Anliegen. Ab 1986 schloß er sich professionell den Aktivitäten an. Durch die politische Ausbildung versteht er Kurdistan und die Lage seines Volkes jetzt auf eine von der familiärer Situation verschiedene und noch wissenschaftlichere Art und Weise. Dabei nimmt sein sozialistisches Bewußtsein zu. Seine Entschlossenheit nahm noch mehr zu. Besonders hilfreich war er an der Herausbringung von Veröffentlichungen in deutscher Sprache. Diese Aktivitäten dauerten bis Februar 1988 auf eine erfolgreiche Weise an. Bei den Versuchen des deutschen Imperialismus im Jahr 1988, die Freiheitsbewegung PKK international zu verleumden und zu isolieren, wurde Genosse Hüseyin wie viele andere auch festgenommen.

 

Knapp zwei Jahre verbrachte er in deutschen Gefängnissen. In diesen Zeiten verteidigte er wie überall auch nun in den Gerichten die Gerechtigkeit des Kampfes fest entschlossen. Die deutschen Gerichte benutzte er für die Entblößung des deutschen Imperialismus. Nach der Entlassung im Frühjahr 1990 begab er sich wieder mit Erfolg in die Tätigkeiten und gründete u.a. die Vereinigung „Freundinnen und Freunde des kurdischen Volkes“ mit.

 

Sowohl vor als auch besonders nach der Inhaftierung setzte sich Hüseyin intensiv mit der deutschen Linken über den Freiheitskampf Kurdistans auseinander. Er gewann viele Menschen für die Gedanken des Freiheitskampfes Kurdistans. Hüseyin hat mit der Eigenschaft, die Ideologie und Philosophie der Freiheitsbewegung Menschen aus Deutschland näher zu bringen, für die politische Arbeit und Diplomatie in der BRD und in Europa einen effizienten Beitrag geleistet.

 

Doch er verzichtete auf alles, was das Leben ihm in Europa bietete und beteiligte sich an der Guerilla. Er besaß eine große Entschlossenheit. Der Wunsch, ein guter Freiheitskämpfer zu werden, und die Bedeutung des Kampfes für ihn brachte er in seinem Tagebuch in Schriften und Gedichten zum Ausdruck.

 

Um gegen die PKK den endlich tödlichen Schlag (!) auszuholen, begann im Oktober 1992 in Süd-Kurdistan nach den Plänen und der tatkräftigen Unterstützung der türkischen Armee ein Angriff der beiden großen kollaborierenden südkurdischen Parteien YNK von Talabani und PDK von Barzani. Bei diesen Kämpfen ließen viele Guerilleros ihr Leben und schlossen sich den Märtyrer an, darunter auch war auch Hüseyin Celebi. Hüseyin starb durch eine Kugel, die vom ‚inneren Feind’ abgefeuert wurde.

 

Aus der Erinnerung an den Genossen Hüseyin ist sehr viel Lehrreiches zurückgeblieben. Allen voran sollte von uns die von ihm erlangte Entschlossenheit am Kampf, die dafür aufgebrachte Mühe und die auf dieser Basis bei ihm erreichte Entwicklung verstanden werden. Die Entschlossenheit bei ihm ist eine Folge der Aufrichtigkeit gewesen.

 

 

Hüseyin wurde auf dem 2. YXK-Kongreß im Dezember 1992 zum ersten Ehrenvorsitzenden unseres Verbandes erklärt, weil er mit seiner Personlichkeit den kurdischen Studierenden in Europa ein Vorbild ist.

 

Ein Auszug aus dem Tagebuch vom Genossen Hüseyin, das er während des Krieges aufzeichnete:

 

„Freiheitsgedanken II

 

Endlich beteiligten wir uns an unserer ersten Aktion. 28. Juni 1992. Es wird als ein unvergeßlicher Tag in meinem Gedächtnis bleiben. Der Militärposten Gülyazi ist vollständig eingenommen worden. Ich war dabei in der Verteidigung und hatte dabei eine weniger aktive Funktion. Es war immerhin meine erste Beteiligung. Man kann sagen, dass ich schon in den Genuß dieser Arbeit gekommen bin. Ich erwarte mit noch einer größeren Aufregung auf die nächsten Aktionen gegen das Militär.

Ich besitze den Willen, ich werde diese Sache lernen und werde ein guter Guerilla, zum trotz gegenüber dem Feind. Bei dieser Aktion ist Genosse Haki gefallen. Seinen letzten Text werde ich schreiben. Ich verspreche, dass es sehr gut wird. Wir haben uns zu einem neuen angenehmen Ort zurückgezogen. Es ist hier wunderbar. Meine Moral und Laune sind in guter Stimmung. Das Leben ist hier wunderbar.

Würden doch die Aktivitäten nicht aufhören, wie bei der I. Kompanie. Meiner Meinung nach würde man die neuen Perioden am besten mit zahlreichen Aktionen vorbereiten. Die Struktur dazu ist bereit. In der jetzigen Lage kann von niemanden die Knappheit des Proviants als Hinderungsgrund angegeben werden. Für die durchgeführte Aktion haben wir vier Tage lang nichts Richtiges gegessen. Niemand hat einen Piep von sich gegeben. Dieses Land kann auch gerettet werden, wenn gehungert werden müsse. Es soll nur gerettet werden. Ein Tag ohne irgendwelche Aktionen ist wie ein verlorener Tag. Daß die I. Kompanie trotz der geographischen Gegebenheiten sich unnütz verhält, ist unverständlich. Vorbereitung benötigt Zeit, kann aber soviel wie lange noch akzeptiert werden ?

 

1 Juli 1992 (Möge dieser Juli Erfolg bringen)" 

 
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